{"id":66238,"date":"2020-08-17T14:01:06","date_gmt":"2020-08-17T12:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hellotax.com\/blog\/?page_id=66238"},"modified":"2020-08-24T12:24:12","modified_gmt":"2020-08-24T10:24:12","slug":"umsatzsteuernachzahlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hellotax.com\/blog\/de\/umsatzsteuernachzahlung\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuernachzahlung: inkl. Fristen, Verbuchung &#038; Umgehung"},"content":{"rendered":"\n<p>Trotz Steuererkl\u00e4rung und Steuervorauszahlungen kennen sie die meisten Unternehmer leider nur zu gut: die Umsatzsteuernachzahlung. Was eine Umsatzsteuernachzahlung genau ist, warum gerade du davon betroffen bist, wie du jetzt am besten vorgehst und welche Regeln und Fristen du dabei beachten musst &#8211; wir erkl\u00e4ren&#8217;s dir.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"536\" src=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/umsatzsteuernachzahlung-1024x536.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66267\" srcset=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/umsatzsteuernachzahlung-1024x536.jpeg 1024w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/umsatzsteuernachzahlung-300x157.jpeg 300w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/umsatzsteuernachzahlung-768x402.jpeg 768w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/umsatzsteuernachzahlung.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Begriffsdefinition Umsatzsteuernachzahlung<\/h2>\n\n\n\n<p>Als <a href=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/de\/steuer\/umsatzsteuer\/\">Umsatzsteuer<\/a> bezeichnet man die Besteuerung der Leistungen eines Unternehmens.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Rund <strong>30% der gesamten Steuereinnahmen in Deutschland<\/strong> werden aus der Umsatzsteuer gesch\u00f6pft. Normalerweise wird die Zahlung der Umsatzsteuer am Verdienst des Vorjahres berechnet und in Voraus an das Finanzamt \u00fcberwiesen \u2013 als sogenannte Umsatzsteuervorauszahlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer jedoch die Abweichungen im Umsatz eines Unternehmens von Jahr zu Jahr sind, desto wahrscheinlicher ist es, das du eine R\u00fcckerstattung eines Restbetrages vom Finanzamt erh\u00e4ltst oder im Gegenteil eine sogenannte <strong>Umsatzsteuernachzahlung t\u00e4tigen musst<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Eine <strong>Umsatzsteuernachzahlung ist eine versp\u00e4tete Zusatzzahlung zur Umsatzsteuer<\/strong>. Erforderlich ist die Zahlung dann, wenn der im Voraus geleistete Betrag kleiner ist als die letztlich errechnete Umsatzsteuer. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Einfach ausgedr\u00fcckt: Es ist zu wenig Geld im Voraus an das Finanzamt abgef\u00fchrt worden und der offene Restbetrag muss nun mit einer zweiten Zahlung beglichen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Betrifft eine Umsatzsteuernachzahlung nur Selbstst\u00e4ndige und Unternehmen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wen betrifft aber nun die Umsatzsteuernachzahlung eigentlich \u2013 nur Selbst\u00e4ndige und Unternehmen? Theoretisch nicht, praktisch schon. Auch Arbeitnehmer zahlen Umsatzsteuer und sind damit nat\u00fcrlich theoretisch ebenso von <strong>Umsatzsteuernachzahlungen betroffen, jedoch wird die Umsatzsteuer vom Arbeitgeber<\/strong> direkt vom Gehalt abgezogen, Stichwort Brutto-Nettogehalt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitnehmer, die neben ihrem Beruf noch einer selbstst\u00e4ndigen Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen, m\u00fcssen sich nat\u00fcrlich mit der <strong>Umsatzsteuer und eventuellen Umsatzsteuernachzahlungen besch\u00e4ftigen<\/strong>, sofern sie <strong>nicht von der Kleinunternehmerregelung<\/strong> Gebrauch machen. Welche Gr\u00fcnde kann es also f\u00fcr eine Umsatzsteuernachzahlung geben?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00f6\u00dfere Schwankungen im j\u00e4hrlichen Umsatz des Unternehmens<\/h3>\n\n\n\n<p>Der wohl <strong>h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr eine Nachzahlung<\/strong> sind<strong> Schwankungen im j\u00e4hrlichen Umsatz<\/strong> eines Unternehmens. Da sich die Steuervorauszahlung auf den Umsatz des vorigen Jahres bezieht, kann es bei Firmen mit unregelm\u00e4\u00dfigem Einkommen vorkommen, dass zu viel oder zu wenig Vorsteuer bezahlt wurde. Am Ende des Jahres wird dieser Betrag dann durch eine R\u00fcckzahlung seitens des Finanzamtes oder <strong>durch eine Umsatzsteuernachzahlung seitens des Unternehmens ausgeglichen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einkommensgrenze eines Kleinunternehmers \u00fcberschritten<\/h3>\n\n\n\n<p>In Deutschland werden Unternehmen mit einem <strong>Umsatz von weniger als 17.500,-EUR im Jahr als Kleingewerbe<\/strong> bezeichnet. Kleingewerbe sind, sofern sie der Regelung nicht widersprechen, <strong>umsatzsteuerbefreit, m\u00fcssen also keine Umsatzsteuer auf ihre Leistungen addieren<\/strong> und k\u00f6nnen sich bei K\u00e4ufen keine Umsatzsteuer zur\u00fcck erstatten lassen. \u00dcberschreitet ein Unternehmen im Laufe des Jahres jedoch unerwartet die Umsatzschwelle von 17.500,- EUR, und verliert somit seinen Status als Kleingewerbe, ist es dazu verpflichtet Umsatzsteuer zu zahlen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sozialleistungen<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sozialleistungen, wie z.B. Familiengeld<\/strong>, sind in der Norm steuerlich befreit, jedoch unterliegen sie dem Progressionsbehalt. Dies bedeutet, dass das Finanzamt die erhaltenen Leistungen mit deinen regul\u00e4ren Eink\u00fcnften verrechnet. Je nach H\u00f6he der Sozialleistung kann sich dies auf deinen Steuersatz auswirken. Als Selbstst\u00e4ndiger kann das letztendlich zu einer Steuernachzahlung f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vergessen von Eink\u00fcnften<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Vergessene Eink\u00fcnfte f\u00fchren oft zu Steuernachzahlungen<\/strong>. Falls du eine Rente beziehst oder dir mit dem Vermieten einer Eigentumswohnung etwas dazu verdienst, muss dies in deine Steuererkl\u00e4rung einflie\u00dfen, auch wenn es sich dabei nicht um deine Haupteinkommensquelle handelt. Wird ein solcher Fehler entdeckt, verlangt das Finanzamt eine Umsatzsteuernachzahlung. Vorsicht: Eine Umsatzsteuernachzahlung, die mehrere Jahre zusammen fasst und mit Zinsen verrechnet wurde, kann astronomische Betr\u00e4ge erreichen, die auf die Schnelle meist nicht zu bew\u00e4ltigen sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Fristen muss ich ber\u00fccksichtigen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Generell ist eine <strong>Umsatzsteuernachzahlung einen Monat nach Festsetzung des Betrages zu bezahlen<\/strong>. Die F\u00e4lligkeit der Umsatzsteuernachzahlung ist dabei bei allen Unternehmensarten die gleiche. Der Betrag wird zusammen mit der \u00dcberweisungsfrist im Steuerbescheid aufgef\u00fchrt. Eine explizite Zahlungsaufforderung vom Finanzamt erh\u00e4ltst du jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls deiner Meinung nach bei der Steuernachzahlung ein Fehler vorliegt, kannst du innerhalb von einem Monat eine Klage einreichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufschub und Zinsen<\/h3>\n\n\n\n<p>Einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids ist der Betrag, wie bereits erw\u00e4hnt, an das Finanzamt zu \u00fcberweisen. \u00dcberschreitest du die Frist, wird der <strong>Betrag mit Zinsen verrechnet<\/strong>. Der Betrag ist im Normalfall mit einer einzigen Zahlung zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Schulden, die aus der Steuernachzahlung resultieren, werden in der Regel mit 6% Zinsen pro Jahr verrechnet.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Falls die <strong>Nachzahlung vom Schuldner nicht zu bew\u00e4ltigen<\/strong> ist, kann man um Stundung, also um eine Ratenzahlung des ausstehenden Betrages, bitten. In diesem Falle wird ein Zinssatz von 0,5% pro Monat angewendet und die Steuerschuld muss innerhalb von maximal zw\u00f6lf Monaten getilgt werden. In existenzbedrohenden F\u00e4llen kann die Steuerschuld komplett erlassen werden. Dieser Fall tritt jedoch \u00e4u\u00dferst selten auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie verbucht man eine Umsatzsteuernachzahlung?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine <strong>Umsatzsteuernachzahlung wird als Betriebsausgabe verbucht<\/strong>. In der Einnahmen\u00fcberschusserkl\u00e4hrung (E\u00dcB) ist sie als Ausgabe zum Zeitpunkt der Zahlung anzusetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Da du keine Zahlungsaufforderung vom Finanzamt erh\u00e4ltst, kannst du im Notfall die Zahlung mit einem Eigenbeleg best\u00e4tigen. Unternehmen nutzen zur Buchung meist SKR3. SKR3 ist ein Standardkontenrahmen, also ein nach bestimmten Kriterien geordnetes Kontensystem. Dieser Kontenrahmen gibt vor, wie du deine Buchhaltungskonten sortieren und nummerieren kannst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In SKR3 werden die Konten anhand der Betriebsabl\u00e4ufe sortiert. Die Reihenfolge der einzelnen Konten wird an die Reihenfolge der Betriebsabl\u00e4ufe innerhalb des Unternehmens angepasst. Diese Methode zur Anordnung von Konten nennt man Prozessgliederungsprinzip.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Au\u00dferdem wichtig:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Leistungen m\u00fcssen nach den <strong>zugewiesenen Steuers\u00e4tzen aufgeteilt<\/strong> werden.&nbsp;<\/li><li>Der <strong>Eigenverbrauch muss dabei gesondert betrachtet<\/strong> werden.<\/li><li>Weichen die <strong>Voranmeldung und die erkl\u00e4rten Ums\u00e4tze voneinander ab<\/strong>, ist dies ein Indiz, dass es wahrscheinlich zu einer Steuernachzahlung kommen wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Umsatzsteuernachzahlung umgehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Nun m\u00f6chtest du sicher wissen, ob es m\u00f6glich ist eine Umsatzsteuernachzahlung zu umgehen. Durch das <strong>generelle Vermeiden von Steuernachzahlungen<\/strong> kann man das Zahlen von Zinsen vermeiden, die beim \u00dcberschreiten der Zahlungsfristen entstehen oder bei Nachzahlungen zu t\u00e4tigen sind, die l\u00e4nger als ein Kalenderjahr zur\u00fcckliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Du kannst eine <strong>Umsatzsteuernachzahlung letztlich umgehen, indem du deine Ein- und Ausgaben genau im Blick beh\u00e4ltst<\/strong>. Als Basiswert f\u00fcr deine Rechnung nimmst du den Betrag, den du vorausbezahlst. Anhand dessen wei\u00dft du, wie viel Umsatzsteuer du mehr einnehmen als ausgeben darfst. Solange dein Umsatzsteuer\u00fcberschuss nicht den vorausgezahlten Betrag \u00fcberschreitet, zahlst du keine Umsatzsteuer nach und erh\u00e4ltst du stattdessen wom\u00f6glich sogar noch Geld vom Finanzamt zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Tipp: <\/strong>Lege die Umsatzsteuer, die du einnimmst, direkt auf ein seperates Konto oder ein Unterkonto und r\u00fchre es bis zum Monats- oder Quartalsabschluss nicht an. So hast du definitiv immer genug Geld zur Seite, falls es zu einer Umsatzsteuernachzahlung kommt.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Umsatzsteuernachzahlungen geh\u00f6ren zum Unternehmertum dazu. Beachtet man alle Fristen und ist finanziell auf eine eventuelle Nachzahlung vorbereitet, stellen sie kein Problem dar. Setzte auf Profis oder Tools wie hellotax, die dich fachkompetent zum Thema Steuer beraten und dich an deine Steuerzahlungen erinnern \u2013 so ersparst du dir Zeit, Stress und unn\u00f6tige Kopfschmerzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Steuererkl\u00e4rung und Steuervorauszahlungen kennen sie die meisten Unternehmer leider nur zu gut: die Umsatzsteuernachzahlung. Was eine Umsatzsteuernachzahlung genau ist, warum gerade du davon betroffen bist, wie du jetzt am besten vorgehst und welche Regeln und Fristen du dabei beachten musst &#8211; wir erkl\u00e4ren&#8217;s dir. 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