{"id":69619,"date":"2022-02-21T14:02:22","date_gmt":"2022-02-21T13:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hellotax.com\/blog\/?page_id=69619"},"modified":"2022-02-21T14:03:15","modified_gmt":"2022-02-21T13:03:15","slug":"drittland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hellotax.com\/blog\/de\/drittland\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuer im Drittland: Mit diesen Tipps beh\u00e4ltst du den \u00dcberblick&nbsp;"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Dein Business floriert und du m\u00f6chtest nun auch international verkaufen? Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu diesem Meilenstein! Damit dir jetzt beim Ausstellen von Rechnungen und bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung keine Fehler passieren, haben wir hier die wichtigsten Informationen rund um das Thema Umsatzsteuer im Drittland f\u00fcr dich zusammengefasst. So beh\u00e4ltst du den \u00dcberblick, was die grundlegenden Regelungen angeht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"536\" class=\"wp-image-69620\" src=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Umsatzsteuer-Drittland-1024x536.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Umsatzsteuer-Drittland-1024x536.jpeg 1024w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Umsatzsteuer-Drittland-300x157.jpeg 300w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Umsatzsteuer-Drittland-768x402.jpeg 768w, https:\/\/hellotax.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Umsatzsteuer-Drittland.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-wichtigsten-grundlagen-zur-umsatzsteuer-im-drittland\">Die wichtigsten Grundlagen zur Umsatzsteuer im Drittland\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Allgemeinen kannst du zwischen folgenden Bereichen unterscheiden: Du verkaufst entweder nach Deutschland, innerhalb der Europ\u00e4ischen Union oder ins nicht-europ\u00e4ische Ausland. Je nach Bestimmungsort fallen beim Verschicken der Waren nicht nur einige logistische Herausforderungen an. Wohin deine Waren transportiert werden m\u00fcssen, beeinflusst auch, ob du m\u00f6glicherweise selbst Umsatzsteuer abf\u00fchren musst.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00e4hrend diese bei innergemeinschaftlichen Erwerben in der EU durch die Warenverkehrsfreiheit einfach an den Empf\u00e4nger weitergegeben wird, gelten f\u00fcr Drittl\u00e4nder besondere steuerrechtliche Regeln. Auch solltest du dir die Frage stellen, an wen du lieferst. Denn f\u00fcr Privatpersonen gelten in Drittl\u00e4ndern \u2013 \u00e4hnlich wie in Deutschland \u2013 andere Regeln als f\u00fcr Unternehmen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00e4hrend B2B-Gesch\u00e4fte durch die Steuerschuldumkehr (<a href=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/de\/steuer\/reverse-charge-verfahren\/\">Reverse-Charge-Verfahren<\/a>) oft steuerfrei f\u00fcr die verkaufenden Unternehmen sind, m\u00fcssen sie die Umsatzsteuer f\u00fcr Verk\u00e4ufe an Privatpersonen im Ausland f\u00fcr gew\u00f6hnlich selbst abf\u00fchren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Eine Rechnung f\u00fcr Drittl\u00e4nder muss die folgenden Angaben enthalten:\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Name und Anschrift des Rechnungsstellers<\/li>\r\n<li>Name und Anschrift des Rechnungsempf\u00e4ngers<\/li>\r\n<li>Steuernummer beider Unternehmen<\/li>\r\n<li>Rechnungsnummer und Rechnungsdatum<\/li>\r\n<li>Art und Umfang der Ware<\/li>\r\n<li>Lieferzeitraum<\/li>\r\n<li>Gegebenenfalls Hinweis auf das Reverse-Charge-Verfahren<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine Rechnung f\u00fcr Drittl\u00e4nder unterscheidet sich also kaum von einer f\u00fcr nationale Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten. Lediglich ein m\u00f6glicher Vermerk zur Umkehr der Steuerschuld ist von gro\u00dfer Bedeutung, damit die Mehrwertsteuer f\u00fcr dich auch tats\u00e4chlich entfallen kann.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-umsatzsteuer-im-drittland-schweiz\">Umsatzsteuer im Drittland Schweiz\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Schweiz grenzt zwar unmittelbar an Deutschland, sie ist aber nicht Teil der Europ\u00e4ischen Union, was sie aus steuerrechtlicher Sicht zum Drittland macht. Trotzdem gibt es einige Erleichterungen f\u00fcr H\u00e4ndler, die nur gelegentlich etwas dorthin verschicken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn du Waren in die Schweiz lieferst, entf\u00e4llt die Einfuhrumsatzsteuer, wenn der Steuerbetrag unter f\u00fcnf Schweizer Franken liegt. Demnach w\u00e4ren etwa CHF 65 f\u00fcr Waren zum Regelsteuersatz von 7,7 Prozent beziehungsweise CHF 200 zum erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz von 2,5 Prozent steuerfrei. Beachte hierbei, dass auch die anfallenden Versandkosten auf den Betrag einzahlen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-steuerpflicht-in-der-schweiz-bei-hoherem-umsatz\">Steuerpflicht in der Schweiz bei h\u00f6herem Umsatz\u00a0<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Allerdings m\u00fcssen Unternehmen, die h\u00f6here Erl\u00f6se haben oder viele g\u00fcnstige Waren verschicken, ab einem Umsatz von CHF 100.000 (86.750,- EUR) pro Jahr Umsatzsteuer in der Schweiz zahlen. Der Lieferort liegt n\u00e4mlich im Drittland und Unternehmer, die \u00fcber die Umsatzgrenze kommen, gelten als Importeure. Allerdings haben sie die M\u00f6glichkeit, sich den Betrag in der Schweiz als Vorsteuer zur\u00fcckzuholen. Die Eidgen\u00f6ssische Steuerverwaltung f\u00fchrt eine Liste mit allen steuerpflichtigen, ausl\u00e4ndischen Versandunternehmen und hier musst auch du dich im Falle einer Steuerpflicht unaufgefordert registrieren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Tipp: <\/strong>K\u00fcmmere dich rechtzeitig um die Anmeldung bei der Schweizer Steuerbeh\u00f6rde, wenn du steuerpflichtig bist \u2013 deine Rechnungen m\u00fcssen nicht nur die ausgewiesene nationale Steuer enthalten, sondern auch deine zugewiesene Steuernummer beinhalten. Die Anmeldung kann aber zum Gl\u00fcck recht problemlos online erfolgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-umsatzsteuer-im-drittland-usa\">Umsatzsteuer im Drittland USA\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ausfuhrlieferungen in die USA sind in der Regel umsatzsteuerbefreit, wenn sich durch einen Ausfuhrnachweis belegen l\u00e4sst, dass die Ware auf US-amerikanischem Boden angelangt und dort von einem ausl\u00e4ndischen Abnehmer in Empfang genommen worden ist. Die Steuerbefreiung gilt auch f\u00fcr Betr\u00e4ge, die durch Verpackung und Versand entstehen. Ausnahmen bei der Steuerfreiheit gibt es jedoch zum Beispiel bei Werkslieferungen, die erst in den USA montiert werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei der Rechnung solcher umsatzfreier Ausfuhrlieferungen in die USA musst du eine Rechnung ohne Umsatzsteuer ausstellen. Au\u00dferdem muss vermerkt sein, dass es sich um eine \u201eumsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung\u201c handelt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-grossbritannien-nun-auch-drittland-umsatzsteuer-informationen-die-seit-dem-brexit-gelten\">Gro\u00dfbritannien nun auch Drittland \u2013 Umsatzsteuer-Informationen, die seit dem Brexit gelten\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seit dem 1. Januar 2021 gelten aufgrund der neuen Brexit-Regelungen einige Besonderheiten f\u00fcr den Warenverkehr zwischen der EU und dem Vereinigten K\u00f6nigreich. Das hei\u00dft konkret: Gro\u00dfbritannien mit Schottland, Wales und England gelten als Drittland, Nordirland allerdings wird bei Waren weiterhin steuerlich so behandelt, als geh\u00f6re es zur Europ\u00e4ischen Union. Daher ist besonders wichtig, darauf zu achten, wo das ausl\u00e4ndische Unternehmen seinen Sitz hat und welche Leistung du verkaufst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-england-ist-jetzt-drittland-umsatzsteuer-tipps-fur-b2c-und-b2b\">England ist jetzt Drittland: Umsatzsteuer-Tipps f\u00fcr B2C und B2B<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr B2C-Gesch\u00e4fte bedeutet die Neuerung, dass Unternehmen aus Deutschland in Gro\u00dfbritannien Umsatzsteuer zahlen m\u00fcssen. Hierbei ist ein Warensendungswert von GBP 135 zu beachten. Um den Zoll abzuwickeln, braucht es dann die <a href=\"https:\/\/hellotax.com\/blog\/de\/steuer\/eori-nummer\/\">EORI-Nummer<\/a>, die mit einer britischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer genutzt wird. F\u00fcr das B2B-Business solltest du wissen, dass f\u00fcr steuerfreie Ausfuhrlieferungen nur noch das elektronische Ausfuhrverfahren ATLAS f\u00fcr die Anmeldung genutzt werden kann. Entsprechende Ausgangsvermerke dienen als Nachweise, die unbedingt aufbewahrt werden m\u00fcssen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00dcbrigens: Auch f\u00fcr Dienstleistungen und digitale Produkte im Drittland ist unter bestimmten Bedingungen Umsatzsteuer abzuf\u00fchren. Wer sie \u00fcbernehmen muss, h\u00e4ngt auch bei diesen Leistungen unter anderem vom jeweiligen Land ab, in das du liefern m\u00f6chtest. Gro\u00dfbritannien und Nordirland sind sich beispielsweise beim Dienstleistungsverkehr einig und gelten hier beide als Drittland.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-lieferbelege-unbedingt-aufbewahren\">Lieferbelege unbedingt aufbewahren\u00a0<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr alle Lieferungen in Drittl\u00e4nder ist daher eines ganz entscheidend: Lege s\u00e4mtliche Lieferscheine, Frachtbriefe, Ausfuhrbest\u00e4tigungen des EU-Grenzzolls und Versandbelege geordnet und nachvollziehbar ab, um sie dem Finanzamt vorlegen zu k\u00f6nnen. Nutze nach M\u00f6glichkeit elektronische Verfahren, um es dir einfacher zu machen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nur so kannst du sp\u00e4ter plausibel darlegen, dass du tats\u00e4chlich Waren ausgef\u00fchrt, geliefert und somit steuerfrei verkauft hast. Durch eine gute Ablage und Dokumentation kommt es im Nachgang nicht zu kostspieligen \u00dcberraschungen, die der Liquidit\u00e4t deines Gesch\u00e4fts schaden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-rechnungen-aus-drittland-umsatzsteuer-richtig-angeben\">Rechnungen aus Drittland: Umsatzsteuer richtig angeben\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Doch was musst du bei einer Lieferung aus einem Drittland zur Umsatzsteuer wissen? In solchen F\u00e4llen bist du als Unternehmer in der Regel der Empf\u00e4nger und somit durch das Reverse-Charge-Verfahren dazu verpflichtet, die Umsatzsteuer zu \u00fcbernehmen. Diese Kosten kannst du beim Vorsteuerabzug geltend machen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00dcberpr\u00fcfe bei Erhalt aber unbedingt die Rechnung auf Vollst\u00e4ndigkeit, sodass das Finanzamt die Vorsteuer auch anerkennt und nicht wegen entdeckter Unstimmigkeiten bei einer Umsatzsteuersonderpr\u00fcfung zur\u00fcckfordert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fazit\">Fazit\u00a0<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du dich im Vorfeld gut \u00fcber das geltende Steuerrecht in Bezug auf Drittl\u00e4nder informieren. Die deutschen Auslandskammern k\u00f6nnen dir im Zweifel n\u00e4here Ausk\u00fcnfte geben, worauf beim Warenverkehr und der damit verbundenen Besteuerung zu achten ist. So kannst du verhindern, dass trotz Umsatzsteuerbefreiung aus Unwissenheit doch Steuernachzahlungen auf dich zukommen. Das alles sollte dich aber nicht davon abhalten, mit deinem Business zu expandieren \u2013 dabei w\u00fcnschen wir dir viel Erfolg!<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dein Business floriert und du m\u00f6chtest nun auch international verkaufen? Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu diesem Meilenstein! Damit dir jetzt beim Ausstellen von Rechnungen und bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung keine Fehler passieren, haben wir hier die wichtigsten Informationen rund um das Thema Umsatzsteuer im Drittland f\u00fcr dich zusammengefasst. So beh\u00e4ltst du den \u00dcberblick, was die grundlegenden Regelungen angeht. 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